Projekte

Jedes Jahr werden durch die Spendensummen der "Windflüchter" Charity-Gala verschiedenste Projekte durch die Stiftung "Betroffen" verwirklicht. Diese möchten wir Ihnen im folgenden kurz vorstellen:

Projekte, die jährlich seit 2016 umgesetzt werden

Hilfen im härtefall

Krebserkrankungen können durch die Unfähigkeit, dem Beruf nachzugehen, im Einzelfall mit einer existenziellen Bedrohung einhergehen. Hier hält die Stiftung einen "Härtefonds" vor und bietet niederschwellig und unbürokratisch finanzielle Hilfe. So konnten in den vergangenen fünf Jahren auf Antrag mehrere Betroffene bzw. deren Familien mit Geldzuweisungen unterstützt werden.

Beispielhaft genannt sei die Familie Schulz. Durch die Krebserkrankung ihres Sohnes Clark Oliver, welcher bereits im zarten Lebensalter von 2 Monaten an einem Hepatoblastrom erkrankte, wurde die fünfköpfige Familie in allen Belangen auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Eingeschränkte Arbeitsfähigkeit beider Eltern und erhebliche Zusatzkosten durch therapeutische Maßnahmen und zahlreiche Fahrten zum Behandlungsort führten zudem rasch zu einer bedrohlichen finanziellen Belastung, welche mittels einer Zuweisung von 2.000 Euro durch die Stiftung deutlich abgemildert werden konnten. Erfreulicherweise geht es dem kleinen Clark und seiner Familie heute gut.

Schminkkurse für krebspatienten

Eine Krebserkrankung wirkt sich auf Körper und Seele aus. Dabei ist das Befinden auch eng mit der eigenen Wahrnehmung verbunden. Tumorerkrankungen im Allgemeinen, aber leider auch eine medikamentöse Systemtherapie, können zu erheblichen Veränderungen des Hautbildes führen. Gerade Frauen leiden unter der Veränderung des Körpers und insbesondere der Gesichtshaut.

Seit dem Jahr 2016 finanziert die Stiftung "Betroffen" kostenfreie Schminkkurse für Krebspatienten. Im Rahmen ganz kleiner Gruppen lernen betroffene Frauen auf behutsame und einfühlsame Weise Schritt für Schritt, wie sie Schönes in Ihrem Gesicht betonen und weniger Schönes kaschieren können. Wenige Handgriffe, kleine Tricks und die Wahl des passenden Make-ups sollen den Patientinnen gelfen, sich weiterhin attraktiv zu fühlen und trotz Erkrankung und therapieassoziierten Nebenwirkungen Selbstwertgefühl und Lebensfreude zu stärken.

psychoonkologische mediathek

Krebspatienten, die sich in stationärer, aber auch ambulanter Behandlung befinden, werden kostenfrei Tablets zur Verfügung gestellt, mit zahlreichen Materialien, die ihnen helfen, eine Tumorkrankheit besser zu verstehen und zu bewältigen. Dies umfasst sowohl Internetangebote wie u.a. Links zur Stiftung "Betroffen" und zur "Stiftung Deutsche Krebshilfe" als auch verschiedene eBooks und Hörbücher mit wissenswerten Informationen zu Krebserkrankungen, Wirkungen und Nebenwirkungen der Krebsbehandlung und insbesondere zum Prozess der Krankheitsbewältigung.

franziska-tiburtius-förderstipendium

Die Stiftung vergibt jährlich ein Forschungsstipendium in Hohe von 5.000 Euro für die Anschubfinanzierung bzw. die Förderung medizinischer Anwendungsforschung auf dem Gebiet innovativer Tumordiagnostik und -therapie. Bevorzugt (aber nicht ausschließlich) gefördert werden Projekte, die sich inhaltlich mit Methoden befassen, die gegenwärtig noch nicht zum gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkassen bzw. zur Standardtherapie onkologischer Patienten gehören. Teilnahmeberechtigt sind Wissenschaflter/-innen aus Mecklenburg-Vorpommern bis zum 40. Lebensjahr. Dabei sind wissenschaftliche Kooperationen mit Projektpartnern, welche ihren Wohn- und Arbeitssitz außerhalb von M/V haben, ausdrücklich erlaubt.

Für die Bewerbung sind bis zum 31.9. des Jahres einzureichen:

  • eine 5-seitige Projektskizze mit dem Projekttitel, einer Einführung in die Thematik mit Darstellung der Vorarbeiten, den Fragestellungen, der Untersuchungsmethodik einschließlich Zeitplan der Durchführung
  • ein Veröffentlichungskonzept
  • ein tabellarischer Lebenslauf mit einer Darstellung der bisherigen wissenschaftlichen Arbeit des Antragstellers/ der Antragsteller

Die Unterlagen werden eingereicht bei:
Herrn Rechtsanwalt Thomas Knüppel
KLOPSCH & PARTNER RECHTSANWÄLTE mbB
Thomas-Mann-Str. 12
18055 Rostock

Über die Auswahl entscheidet das Kuratorium der Stiftung, ggf. unter Hinzuziehung von Fachgutachtern, bis zum 31.10. des Jahres. Über die Verwendung der Mittel ist nach Zuweisung innerhalb eines Jahres ein Rechenschaftsbericht bzw. Zwischenbericht an die Stiftung abzugeben. Bei nicht stiftungskonformer Verwendung der Mittel behält sich das Kuratorium die Rückforderung vor.

  • 2016: Das erste Förderstipendium ging an die Greifswalder Diplompsychologin Janine Wirkner für ihr Forschungsvorhaben: "Achtsamkeitsfertigkeitentraining bei Brustkrebs: Ein Ansatz zur Förderung psychischer und neuropsychologischer Funktionsfähigkeiten".
  • 2017: Das zweite Förderstipendium ging an Frau Dr. rer. nat. Claudia Maletzki von der Universität Rostock für ihr Forschungsvorhaben: "Immunstatusbestimmung bei Patienten mit Lynchsyndrom und Anlageträgern zur Verbesserung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge".
  • 2018: Bei der dritten Vergabe des Franziska-Tiburtius-Preises überzeugte Maximilian Bschorer die Jury mit seinem Forschungsvorhaben: "Prospektive Studie: Prähabilitation von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren".

2016

2017

2018

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