Projekte 2022

10.000 Euro für Kinderkrebshilfe Rostock

Die Stiftung „Betroffen“ hat sich dazu entschlossen, ein emotionales Projekt außerhalb unseres Landkreises zu unterstützen. Wir sind auf den Verein zur Förderung krebskranker Kinder Rostock e.V. aufmerksam geworden, der seit 30 Jahren besteht und sich zur Aufgabe gemacht hat, Familien mit einem krebskranken Kind in jeder Phase der Erkrankung zu unterstützen. Die Familien kommen nicht nur aus Rostock, sondern auch aus Vorpommern-Rügen, und insbesondere vom Fischland-Darß. 

Der gemeinnützige Verein wurde 1992 von betroffenen Eltern und Interessierten gegründet, um krebskranke Kinder und ihre Familien in der schweren Zeit der Behandlung und auch danach zu unterstützen. Aktuell zählt der Verein 150 Mitglieder. Seit 2018 betreiben die Initiatoren ein Eltern-Kind-Haus, dass allein im vergangenen Jahr 84 Familien aus ganz Deutschland zu Gast hatte. 

Auf dem Außengelände soll spätestens ab September 2022 ein Wasserspielplatz für betroffene Kinder entstehen, auf dem sie ausgelassen spielen können und einfach Kind sein dürfen. Baukosten gesamt: rund 40.000 Euro. Die Stiftung „Betroffen“ spendet ein Viertel der Projektsumme. „Wir sind unglaublich dankbar für diese Unterstützung und freuen uns schon jetzt, gemeinsam mit den Stiftungsvertretern den Wasserspielplatz einweihen zu können“, sagte Vereinsvorstandsvorsitzende Prof. Gudrun Eggers bei der Scheckübergabe. 

Kampagne „MV gegen HPV“ goes TikTok

Frischer Wind für die Aufklärungskampagne „MV gegen HPV“. Nachdem die Pandemie die Arbeit an dem Projekt weitgehend lahmgelegt hatte, nimmt es ab heute wieder Fahrt auf. Das Ziel: die Impfquote von Jungen und Mädchen erhöhen und Eltern sensibilisieren, mit ihren Kindern über das Thema zu sprechen. 

Information und Kommunikation sind der Schlüssel für nachhaltige Veränderung. Eine komplexe Herausforderung, sollen mit der Kampagne doch beide Zielgruppen gleichermaßen erreicht werden. Dass „MV gegen HPV“ offen für andere Wege ist, zeigt der neue Projektansatz. Der Cartoon rückt dabei in den Mittelpunkt des Geschehens und bildet eine Brücke zwischen Jung und Alt. Die Testimonials informieren, sind dabei aber besonders nahbar – und sie agieren auch auf Kanälen, denen die Kampagne bisher noch nicht bekannt war. 

Für die jüngere Zielgruppe setzt die Stiftung dabei besonders auf TikTok. Es ist mittlerweile die am schnellsten wachsende Social Media-Plattform mit bereits mehr als einer Milliarde Nutzer weltweit. Für die Eltern kommen klassische On- und Offline-Formate wie Instagram-/Facebook-Anzeigen, Großflächenplakate oder Printanzeigen zum Einsatz. Einen wichtigen Ansatz sieht die Stiftung auch in der Kooperation mit Schulen und Sportvereinen – um genau dort sichtbar zu werden, wo sich die Impfzielgruppe auch tatsächlich bewegt.

Obwohl die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) seit 2008 zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehört, nutzen in unserem Land nur rund die Hälfte der Mädchen und noch weniger Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren diese Schutzimpfung. Sie schützt nachweislich vor den gefährlichen Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten wie Krebs im Anus und Peniskrebs. Bundesweit erkranken jährlich rund 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1.500 sterben daran.